Erster digitaler DisAbility Confidence Day erreicht den gesamten DACH-Raum

30. November 2020

Das Jahreshauptevent des myAbility Wirtschaftsforums fand vollkommen digital statt und zeigte, dass auch in Krisenzeiten ein starkes Zeichen für mehr Chancengerechtigkeit und Barrierefreiheit möglich ist. Am 23. November 2020 hieß es daher #inclusionmatters – und zwar über die Grenzen von Österreich hinaus.

Blick auf Bühne, seitlich Tische

Über 15.000 Personen erreicht

Wo sich normalerweise über 300 Führungskräfte der österreichischen Wirtschaft die Hand reichen, fand man im COVID-Jahr 2020 Kameras, Bildschirme und jede Menge Kabel. Der 5. DisAbility Confidence Day erfand sich als Online-Event neu und erhöhte dadurch seine Reichweite. Über 30 % der Online-TeilnehmerInnen auf Zoom kamen aus dem deutschsprachigen Ausland und über Social-Media-Kanäle erreichte das Event sogar über 15.000 Personen.

„Ein sehr interessantes, sinnerweiterndes und sinnstiftendes Webinar. Danke!“
Feedback einer Online Teilnehmerin

Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

Die Grußworte durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und die Botschaft von Bundeskanzler Sebastian Kurz verdeutlichten bereits zu Beginn den Stellenwert von Inklusion für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Erstmalig wurde beim B2B-Event die große Chance für inklusive Unternehmen auch wissenschaftlich beleuchtet. Europas führender Inklusionsforscher Prof. Dr. Stephan Böhm der Universität St. Gallen zeigte in seiner wissenschaftlichen Keynote vor allem den Innovationscharakter in einem inklusiven Arbeitsumfeld auf.

„Diversität ist eine Chance, Inklusion ist diese zu nutzen.“
Prof. Dr. Stephan Böhm, Inklusionsforscher Universität St. Gallen

Durch sogenannte Spotlights wurden Einblicke in die Praxis des DisAbility Managements von unterschiedlichen Unternehmen gewährt, wie der Energie Steiermark, ÖBB, PwC, Takeda, UniCredit Bank Austria und der UNIQA. Die verschiedenen Erfolgsprojekte wurden in kurzen Videos und in persönlichen Gesprächen gemeinsam mit myAbility-Teammitgliedern vorgestellt.

3 Fotos, Menschen auf der Bühne, im Gespräch, sitzend, ein Mikrofon in der Hand

Neben dem Wirtschaftsfaktor Barrierefreiheit und der Schaffung einer inklusiven Unternehmenskultur war vor allem auch die veränderte Situation durch die Corona-Krise ein inhaltlich großes Thema. Die Praxisbeispiele vieler Unternehmen zeigten, dass die zunehmende digitale Gestaltung des Arbeitsalltages eine große Chance für Menschen mit Behinderungen ist.
Darüber hinaus zeigte eine Studie der Universität St. Gallen, dass die Produktivität von Unternehmen mit hohen Inklusionswerten während Corona sogar um 16,3 % stieg und die psychische Arbeitsfähigkeit der MitarbeiterInnen über 30 % höher ist als bei nicht inklusiven Unternehmen. Praxis und Theorie verdeutlichten beiderseits, dass der wichtigste Erfolgsfaktor in Krisenzeiten die adäquate Reaktion auf die Veränderung ist und diverse Teams dabei eine zentrale Rolle spielen.

„Einseitige Perspektiven auf Veränderungen sind nachhaltig unternehmerisch nicht förderlich.“
René Knapp, Personalvorstand UNIQA

Es gibt keine Alternative zu Inklusion

Den Abschluss des Abends gestaltete eine inspirierende Keynote der blinden Rednerin und Moderatorin Dörte Maack. Ihre persönliche Lebensgeschichte zeigt, dass Grenzen dafür da sind, um Sie zu versetzen. Es gebe keine Alternative zu Teilhabe, zu Inklusion und zu einem selbstbestimmten Leben, da Menschen mit Behinderungen einzigartige Fähigkeiten und Stärken entwickeln, die am Arbeitsmarkt gebraucht werden.

„Arbeiten wir gemeinsam daran, weiter Barrieren zu überwinden und aus dem Weg zu räumen. Nur so können wir als Gesellschaft wachsen und voneinander lernen.“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Die Aufzeichnung des gesamten Abends finden Sie hier hier.
Hier finden Sie die Fotos des Abends .


Mit freundlicher Unterstützung unserer Hauptsponsoren:

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