myAbility Lounge mit Sabine Herlitschka

5. November 2021

myAbility wieder in luftigen Höhen - Erstes myAbility Präsenzevent fand am 21.10.2021 mit Industrie-Krisenmanagerin des Jahres Sabine Herlitschka im UNIQA Tower statt.

Gregor Demblin, Gründer von myAbility begrüßte Sabine Herlitschka zum Gespräch über Standortentwicklung in Krisenzeiten, Status Quo von High Tech und künstlicher Intelligenz sowie persönlichen Sichtweisen zu Inklusion.

Worauf setzt erfolgreiches Krisenmanagement in Zeiten wie diesen? „Die Menschen machen’s aus. Know-How und Wissen sind die zentralen Wettbewerbsfaktoren in einer digitalisierten, globalisierten Welt“, so Sabine Herlitschka zu ihrer Strategie. Mit einem Forschungsaufwand von 525 Millionen Euro ist Infineon Austria das forschungsstärkste Unternehmen Österreichs.

„Innovation baut immer auf Kompetenzen, Forschung und Entwicklung“
Sabine Herlitschka

Wie schafft es die Infineon an einem Standort wie Österreich mit High-Tech Produkten wettbewerbsfähig zu bleiben? Diversität ist nicht nur gesellschaftlich gut, sondern steigert die Wettbewerbsfähigkeit, so Sabine Herlitschka. Denn diverse Unternehmen sind einfach kompetitiver. Das wird auch den Arbeitsmarkt der Zukunft prägen.

„Solange es Fragestellungen gibt, wird es Arbeitsplätze geben. Infineon ist ein Beispiel dafür wie sich Arbeitsplätze verändern.“
Sabine Herlitschka

Sabine Herlitschka ist es wichtig festzuhalten, dass in einem barrierefreien Umfeld jeder seinen Job machen könne. Mehr als 140 Kollegen mit Einschränkungen mehr als 50%, sowohl im Arbeiter- als auch Angestelltenbereich sind derzeit bei Infineon Technologies tätig. Viele entwickeln sich im Lauf des Berufslebens in Richtung Einschränkungen oder Behinderungen, jeder hat seine Geschichte und Prädisposition. „Es geht um Chancen für alle“, ist sich Sabine Herlitschka sicher. Allein die neue Chipfabrik in Villach hat 400 neue Arbeitsplätze geschaffen.

3 Bilder, Sabine Herlitschka im Gespräch mit Gregor Demblin, Publikum bei der myAbility Lounge und Portrait von Julia Moser, Wolfang Kowatsch, Michael Aumann, Gregor Demblin und Sabine Herlitschka

Die letzte Frage von Gregor Demblin an Sabine Herlitschka: Während grüne Nachhaltigkeit derzeit sehr im Fokus ist, kommt die soziale Nachhaltigkeit oftmals zu kurz? „In der Berichterstattung vielleicht, aber als Unternehmen ist man so viel mehr gefordert zu zeigen, wie man aktiver Teil der Gesellschaft ist“, fasste Sabine Herlitschka zusammen und appelliert daran, Gesellschaft und Unternehmen nicht als abgeschlossene Systeme, sondern als kommunizierende Gefäße zu sehen.

Der Dialog zum gesellschaftlichen Wandel und Inklusion wurde im Anschluss an das Gespräch beim entspannten get2gether fortgesetzt und ließ den ganzen Abend in persönlicher Atmosphäre ausklingen.