myAbility sichert sich Bundessieg beim ALC-Award

17. Juni 2021

Der bedeutendste Wirtschaftspreis des Landes wurde zum 22. Mal verliehen. „Die Presse“ hat gemeinsam mit PwC Österreich und KSV1870 im Wettbewerb „Austria’s Leading Companies“ die Bundessieger gekürt. myAbility gewann den Sonderpreis für Inklusion.

Preisverleihung ALC-Award für Inklusion. Martin Essl (Essl Foundation) mit Team von myAbility (Kowatsch, Brettl, Demblin, Raffel, Moser)
© Peroutka/DiePresse

„Das Jahr 2020 war für niemanden einfach. Wir sind stolz, unsere Erfolge der letzten 10 Jahre dennoch ausbauen zu können und haben im Vorjahr deutlich expandiert. Wir freuen uns sehr über diesen Sieg!“, sagt Wolfgang Kowatsch, Mitgründer und Chief Growth Officer von myAbility. Der ALC-Sonderpreis wurde gemeinsam mit der Organisation Zero Project und der Essl Foundation vergeben und ehrt Unternehmen für „herausragende unternehmerische Leistungen bei der Integration von Menschen mit Behinderungen ins Berufsleben“.

Seit dem Start mit der ersten Jobplattform für Menschen mit Behinderungen 2010 hat sich viel getan: Das Team rund um Wolfgang Kowatsch, Michael Aumann, Julia Moser und Gregor Demblin hat myAbility zur Full Service-Unternehmensberatung im Bereich Inklusion und DisAbility Management ausgebaut. Heute arbeiten bei myAbility rund 30 Mitarbeitende an der gemeinsamen Vision einer chancengerechten und barrierefreien Gesellschaft. Die Hälfte von ihnen hat selbst eine Behinderung.

ALC-Award für Inklusion für myAbility - Teamfoto mit Award

Jährlich 50 Prozent Umsatzsteigerung

In den vergangenen 5 Jahren konnte myAbility den Umsatz jährlich um durchschnittlich mehr als 50 Prozent steigern. Auch 2020 erzielte das Unternehmen ein positives Jahresergebnis. Das liegt auch an der fokussierten Expansion. Im Mai sicherte sich myAbility dafür im Rahmen einer Finanzierungsrunde einen hohen sechsstelligen Betrag. Damit wurde eine Digitalisierungsoffensive und die EU-Expansion der Services gestartet. Zudem baute das Unternehmen seine myAbility.jobs zu einem umfassenden Karriereportal aus und übernahm den deutschen Marktführer Capjobs.

„Wir haben uns damit als größtes Karriereportal für Menschen mit Behinderungen im deutschsprachigen Raum etabliert“
Wolfgang Kowatsch, Chief Growth Officer

Insgesamt hat myAbility gemeinsam mit Unternehmen viele Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geöffnet und 35.000 Jobs via Karriereportal veröffentlicht.

myAbility Leadershipteam - Julia Moser, Michael Aumann, Gregor Demblin, Wolfgang Kowatsch
© myAbility/Renée Del Missier

Krise als Chance

Kowatsch sieht gerade die Krise als große Chance. „Digitale Services und Produkte sind für Unternehmen stärker in den Fokus gerückt. Das bedeutet, dass wir schneller als erwartet mit der Digitalisierung unserer Angebote im deutschsprachigen Raum und europaweit präsent sein können.“ Zum Beispiel arbeitet myAbility an einem digitalen DisAbility Kompass als Orientierungshilfe für Unternehmen, an virtuellen Awareness-Schulungen und an neuen Lösungen für den Recruiting-Bereich . Auch Flexibilität der Arbeitsbedingungen und Diversity & Inclusion im Allgemeinen sind für Unternehmen im Zuge des vergangenen Jahres ein wesentlich wichtigeres Thema geworden. Kowatsch: „Wir sehen also zuversichtlich in die Zukunft!“

ALC-Award Inklusion - Siegerfoto myAbility
© Peroutka/DiePresse

Zum Wettbewerb „Austria’s Leading Companies“

Für die Auswertung wird die Performance des Unternehmens, also die Bilanzen der vergangenen drei Geschäftsjahre herangezogen. Die Bundessieger werden in den Kategorien „International tätige Unternehmen“, „National tätige Unternehmen mit Jahresumsatz ab zehn Millionen Euro“ und „National tätige Unternehmen mit Jahresumsatz bis max. zehn Millionen Euro“ ermittelt. Dazu kommt ein Sonderpreis für Leistungen rund um die Integration von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen. Dieser wird gemeinsam mit der Organisation Zero Project, einem Spinn Off der Essl Foundation, vergeben.