Digitale Barrierefreiheit: Europa-Park

Ausgangslage

Der Europa-Park ist Deutschlands größter Freizeitpark und zählt zu den führenden Freizeitdestinationen Europas. Er wurde bereits elf Mal als „Bester Freizeitpark der Welt“ ausgezeichnet (zuletzt 2026, Golden Ticket Award). Da Teile des digitalen Angebots unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) fallen, hat myAbility ein Audit durchgeführt, um zentrale digitale Touchpoints des Europa-Park Erlebnis-Resorts systematisch auf Barrierefreiheit zu prüfen und daraus eine priorisierte Maßnahmenliste zu entwickeln.

Zusammenarbeit mit myAbility

Ein inklusives Team aus zertifizierten Web-Accessibility Expert:innen mit und ohne Behinderungen nahm die zentralen digitalen Angebote des Europa-Park Erlebnis-Resorts genau unter die Lupe: die Buchungsstrecken für Online-Tickets, die App, Informationsseiten und die Karriereseite. Wir haben dabei automatisierte Tools mit der manuellen Analyse unserer Expert:innen kombiniert, um alle Inhalte nach den geltenden Richtlinien und Normen zu prüfen. So wurden auch Barrieren sichtbar, die automatisierte Tools allein übersehen.

Jede gefundene Barriere wurde dokumentiert, priorisiert und mit einer konkreten Handlungsempfehlung versehen. So wusste das Team des Europa-Park Erlebnis-Resorts von Anfang an, wo der größte Hebel liegt. Im Anschluss an die Testings haben wir das nötige Wissen in mehreren Workshops vermittelt und begleiten seitdem das Team fortlaufend bei der Umsetzung der Maßnahmen, bis hin zum erneuten Testen bereits umgesetzter Verbesserungen.

Nicolas Mack trägt ein graues Sakko und hat kurzes braunes Haar. Er steht vor dem Gelände des Europa-Parks. Im Hintergrund ist eine Achterbahn zu sehen.

Nicolas Mack, Direktor Marketing & Communications, Europa-Park: „Barrierefreiheit bedeutet für Europa-Park, dass sich wirklich alle Gäste willkommen fühlen – auch im digitalen Raum. Die Zusammenarbeit mit myAbility hilft uns dabei, digitale Barrieren sichtbar zu machen und konsequent abzubauen.“

Ergebnisse & Social Impact

Aus der Zusammenarbeit ist das Team des Europa-Park Erlebnis-Resorts heute in der Lage, digitale Barrieren nicht nur zu erkennen und zu verstehen, sondern auch gezielt abzubauen. Das ist ein wichtiger Schritt, sowohl für die gesetzliche Konformität als auch für das Nutzungserlebnis der Online-Angebote.

Die Seiten sind jetzt nicht nur gesetzeskonform, sondern auch für alle Gäste zugänglicher, einfacher zu bedienen und verständlicher, unabhängig davon, ob eine Behinderung vorliegt oder nicht. Damit stärkt das Europa-Park Erlebnis-Resort die digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, von der Informationssuche über die Ticketbuchung bis zur Bewerbung.

Über das konkrete Projekt hinaus wirkt vor allem der Workshop nach. Das Team des Europa-Park Erlebnis-Resorts verfügt nun über das nötige Wissen, um digitale Barrierefreiheit von Beginn an in neue Projekte einzuplanen, statt bestehende Barrieren im Nachhinein aufwendig anzupassen. Das spart langfristig Ressourcen und macht Barrierefreiheit zu einem festen Bestandteil der digitalen Weiterentwicklung.

Key Learnings

  • Kontinuierliche Begleitung wirkt: Erst das Zusammenspiel aus Testing, Wissensvermittlung und Umsetzungsbegleitung macht Barrierefreiheit nachhaltig.
  • Vielfalt im Prüfteam zahlt sich aus: Die Perspektive von Menschen mit Behinderungen deckt Barrieren auf, die sonst oft übersehen werden.
  • Priorisierung schafft Umsetzbarkeit: Eine klare Reihenfolge der Maßnahmen sowie konkrete Handlungsempfehlungen machen digitale Barrierefreiheit handhabbar.
  • Früh mitdenken statt nachträglich anpassen: Mit dem vermittelten Wissen kann das Team Barrierefreiheit von Anfang an in neue Projekte einplanen. Das ist deutlich ressourcenschonender und nachhaltiger als die spätere Anpassung bestehender Barrieren.

 

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