Das war der DisAbility Confidence Day Schweiz 2025

Veranstaltungsdatum
11.11.2025, 14:00 - 19:00

Der DisAbility Confidence Day Schweiz ist das Business-Event für inklusive Unternehmenspraxis und das jährliche Hauptevent des myAbility Business Forum Schweiz.

Am 11. November 2025 kamen über 100 führende Stimmen aus Wirtschaft, HR und Technologie in Zug in den Örtlichkeiten von Johnson&Johnson zusammen, um eine zentrale Frage zu diskutieren: Wie kann das Potenzial von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen selbstverständlich in unsere Arbeitswelt integriert – und zugleich messbar und sichtbar gemacht werden? Denn: Vielfalt ohne Inklusion bleibt wirkungslos.

Alle Insights, Fotoimpressionen und Event-Highlights können im  englischsprachigen Nachbericht nachgelesen werden.

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Programmüberblick

 

13:00 Uhr: Einlass
14:00 Uhr: Sessions – Teil 1
14:45 Uhr: Pause
15:15 Uhr: Sessions – Teil 2
16:00 Uhr: Pause & Networking
16:30 Uhr: Abendprogramm

  • Swiss Spotlights 
  • Keynote: Three I's: Initiative - Inspiration - Inclusion
  • Business Panel 

18:00 Uhr: Apéro & Networking

Sessions

Im Rahmen von sechs interaktiven Sessions zu aktuellen Trends und Themen rund um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen konnten die Teilnehmenden ihr Wissen vertiefen und sich in kleineren Gruppen austauschen.

Der DisAbility Confidence Day war in zwei Session-Blöcke gegliedert, die jeweils drei parallele Sessions boten.
Teilnehmende konnten pro Block eine Session auswählen und damit zwei individuell gewählte Themen vertiefen.

 

Block 1: 14:00 - 14:45 Uhr 

A) Dos and Don'ts in inclusive Hiring 

Inklusive Einstellungsprozesse bringen viele Vorteile mit sich – von der Stärkung einer inklusiven Arbeitgebermarke bis hin zur Erschließung eines oft übersehenen Talentpools. Dennoch können Unsicherheiten, etwa in Bezug auf rechtliche Rahmenbedingungen, Unternehmen davon abhalten, inklusive Maßnahmen umzusetzen. In dieser Session gab es einen Überblick über die wichtigsten Dos and Don'ts für mehr Inklusion im Recruiting und darüber wie inklusive Prozesse erfolgreich gestaltet werden können. 

B) From data to action – Measuring inclusion as part of employee wellbeing

Diese Session zeigte, wie Disability Management in einen ganzheitlichen Wellbeing-Ansatz integriert werden kann. Wir verknüpften Inklusionskennzahlen mit Wellbeing-Indikatoren, zeigten, wie man Signale aus Mitarbeiterbefragungen richtig interpretiert und stellten eine einfache Messlogik vor, die Führungskräfte über verschiedene HR-Touchpoints hinweg anwenden können.

C) Digital accessibility – How the European Accessibility Act impacts Swiss companies

Der European Accessibility Act (EAA) ist Ende Juni 2025 in Kraft getreten. Was bedeutet das für Schweizer Unternehmen – insbesondere im Bereich digitale Barrierefreiheit und E-Commerce? In dieser Session gab es die wichtigsten Informationen zu den neuen Anforderungen, praxisnahe Einblicke in barrierefreies Online-Shopping und Tipps, wie sich Unternehmen frühzeitig auf die neuen Standards vorbereiten können.

Block 2: 15:15 – 16:00 Uhr

A) Now that didn’t go so well – Learning from past inclusion mishaps

Neues zu beginnen, birgt oft die Sorge, Fehler zu machen – besonders, wenn es um die Gestaltung inklusiver Unternehmensprozesse geht. Gleichzeitig können genau diese Fehler wertvolle Erkenntnisse liefern und den Weg für innovative Ansätze ebnen. In dieser Session wurden reale Erfahrungen verschiedener Unternehmen vorgestellt, die ihre eigenen Inklusionsherausforderungen gemeistert und daraus nachhaltige Lösungen entwickelt haben.

B) Neuro-inclusion in the business world

In den vergangenen Jahren wurde viel über Neurodiversität und Neurodivergenz gesprochen. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, wie dieses Potenzial in der Unternehmenswelt gezielt genutzt werden kann. Diese Session beleuchtete zentrale Erfolgsfaktoren und bot Raum für den Austausch bewährter Praktiken – gemeinsam mit neurodivergenten Expert:innen, die ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen.

C) Inclusion strategies – Best practices for long-term impact

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Unternehmen benötigen einen langfristigen Ansatz, um inklusive Praktiken erfolgreich umzusetzen. In dieser Session berichteten inklusive Führungskräfte, welche strategischen Faktoren entscheidend sind – von klaren Zielen über Strukturen bis hin zu Prozessen. Gemeinsam wurden Best Practices diskutiert, die sowohl den Geschäftserfolg sichern als auch eine inklusive Unternehmenskultur fördern.

Abendprogramm

Der Abend des DisAbility Confidence Day Schweiz stand im Zeichen von Austausch, Inspiration und gelebter Inklusion.

Nach der Begrüßung durch myAbility Co-Founder Wolfgang Kowatsch gaben Benno Stäheli (CEO, Conclood), Madeleine von Arx (Geschäftsführerin, Compasso) und Bruno Barth (Präsident der Special Olympics Wintergames 2029) im Rahmen der Swiss Spotlights kurze Einblicke in ihre inklusiven Projekte und Initiativen.

Das Programm wurde mit zwei Keynotes zum Thema „The Three I’s: Initiative – Inspiration – Inclusion“ fortgesetzt. Eine Keynote hielt Kamila Ciok (Founder & CEO, Alimuradova Organisation), die andere Jonas Staub, Gründer von Blindspot. Der Abend wurde mit einem hochrangigen Business-Panel mit Mitgliedern des myAbility Business Forums fortgesetzt: Robin Errico (Chief Risk Officer & Inclusive Chair, EY), Manuel Meister (Managing Director, Accenture) und Garima Srivastava (Vice President HR - Head of Talent Acquisition for Global Portfolio Division, Takeda) sprachen zum Thema Inclusive Leadership

Der Abend endete mit einem gemeinsamen Abschluss, Apéro und Networking.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort in Zug war für Rollstuhlnutzer:innen barrierefrei zugänglich. Während der Sessions wurde ein Dolmetsch in American Sign Language (ASL) angeboten. 

Mit freundlicher Unterstützung von