Digitale Barrierefreiheit

Digitale Barrierefreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil eines barrierefreien und inklusiven Unternehmens. Mit verschiedenen Beratungsleistungen und Trainings unterstützt myAbility Ihr Unternehmen dabei, Ihre digitalen Angebote und Services für alle Menschen zugänglich und nutzbar zu machen.

Wirtschaftsfaktor Behinderung – Warum digitale Barrierefreiheit so wichtig ist

Unternehmen setzen ihren Fokus zunehmend auf eine bedeutende Zielgruppe, deren Potenzial bislang weitgehend ungenutzt bleibt. 15% der Bevölkerung leben mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, werden jedoch von der Wirtschaft kaum direkt angesprochen. Werden in der Kommunikation mit Stakeholdern beispielsweise die Grundlagen digitaler Barrierefreiheit befolgt, sind die Informationen für eine größere Gruppe von Menschen zugänglich.

Digitale Barrierefreiheit bietet zahlreiche Vorteile:

  • Erreichen einer viel größeren Zielgruppe
  • Steigerung der User Experience
  • Zugänglichkeit auch für mobile Endgeräte wie Handy oder PDA
  • Bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen (SEO)
  • Compliance & Gesetzeskomformität
  • Loyalität und KundInnentreue der betroffenen Personen und deren Angehörigen
Computertastatur mit 3 Tasten, auf denen Barrierefreiheitssymbolen (RollstuhlnutzerIn, Gehör, Auge)

Was bedeutet Digitale Barrierefreiheit?

Viele Menschen verstehen unter Barrierefreiheit Rampen statt Treppen, breite Türen und absenkbare Busse. Doch der Begriff ist viel umfassender: Auch Informationen und Dienstleistungen im Allgemeinen müssen so gestaltet sein, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.

Digitale Barrierefreiheit zielt darauf ab, Informationen und Interaktionen allen Nutzergruppen und Endgeräten zugänglich zu machen. Onlineangebote sollen somit für alle Menschen wahrnehmbar und nutzbar sein, unabhängig von der Auffassungsgabe oder Methodik der User und unabhängig von Endgeräten, Betriebssystemen oder der genutzten Software.

Digitale Barrieren - hohe Kosten

Wenn Informationen und Serviceangebote nicht barrierefrei sind, entgeht den Unternehmen wertvoller Umsatz. Britischen Unternehmen entgehen beispielsweise allein im Onlinehandel jährlich 10,4 Milliarden Pfund, da mehr als 70% der betroffenen User den Webshop verlassen und den Anbieter wechseln, wenn keine ausreichende Barrierefreiheit vorliegt (Click Away Pound-Studie aus England)

Ähnliches gilt im DACH-Raum und für die Bereiche Kundenbindung, Marketing und Recruiting: Unternehmen gehen eine große Anzahl an potentiellen MitarbeiterInnen, KundInnen und UnterstützerInnen verloren, weil sie dem Thema Barrierefreiheit zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Darüber hinaus werden auch die rechtlichen Anforderungen immer konkreter. Bereits im Jänner 2016 endete die 10-jährige Übergangsfrist des Bundes-Behinderten Gleichstellungsgesetzes (BGStG) welches besagt, dass alle öffentlich angebotenen Informationen, Waren und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich sein müssen. Im Oktober 2016 wurde außerdem eine EU Richtlinie verabschiedet, welche 2019 mit dem Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) in nationales Recht überführt wurde. Demnach sind auch öffentliche Einrichtungen verpflichtet die Bestimmungen der WCAG 2.0 / 2.1 auf Level AA einzuhalten. Unternehmen, die diese Vorschriften nicht einhalten, sind im schlimmsten Fall Klagen ausgesetzt, welche viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen können. Dies ist vermeidbar, wenn digitale Barrierefreiheit von Beginn an mitgedacht wird.

So unterstützt myAbility

Um Unternehmen zu helfen, dieses große Potenzial nicht zu verschenken, hat myAbility verschiedene Lösungen entwickelt.

Ein Team unterhält sich in Gebärensprache

Einstiegs-Workshop

Im Halb- oder Ganztagestraining „DisAbility Awareness“ mit dem Schwerpunkt barrierefreie Kommunikation und Marketing bauen MitarbeiterInnen Wissen und Awareness zum Thema Behinderung und Barrierefreiheit auf. Sie erhalten Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Statistiken sowie hilfreiche Tipps zur erfolgreichen Kommunikation mit der Zielgruppe.

Julia Moser und Heidemarie Egger werden von Rhea Göschl interviewt

ExpertInnen-Workshops

Je nach individuellen Anforderungen bieten wir praxisorientierte Schwerpunktschulungen in den Bereichen barrierefreie Dokumente, Content Management, barrierefreie Online Events & Präsentationen, Web Accessibility und inklusive Sprache an. Zentral sind hierbei der Praxisbezug und die Möglichkeit einzelne Tools zur Optimierung kennen zu lernen und direkt auszuprobieren.

Tastatur und Hände

Umsetzung

Wir unterstützen Unternehmen in der Umsetzung von Projekten, wie z.B. bei der Entwicklung barrierefreier Websites und digitaler Produkte oder unterstützen bei der Optimierung bereits vorhandener Angebote mittels UsAbility Tests. Dazu gehören Nachhaltigkeits- oder Geschäftsberichte, Digitale Formulare und Verträge, PDFs, Office Dokumente, Vorlagen, Texte und Kampagnen etc.

Computertastatur mit 3 Tasten, auf denen Barrierefreiheitssymbole abgebildet sind (Rollstuhlnutzer, Gehör, Auge)

Webcheck und WACA

In inklusiven Teams aus ExpertInnen und UserInnen mit Behinderung ermitteln wir den aktuellen Status von Webseiten, entwickeln Handlungs-Empfehlungen und unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung. Außerdem begleiten wir Unternehmen gerne im Einreichprozess für das WACA-Zertifikat, dem offiziellen Zertifikat für barrierefreie Webseiten in Österreich.

Unsere ExpertInnen

Wir verfügen über viele ExpertInnen mit Behinderung in unserem Team und Netzwerk, die Sie fachgerecht unterstützen und Ihre Angebote testen können. Unsere Expertise auf diesem Gebiet erweitern wir laufend mit Ausbildungen (z.B.: “Certified WebAccessibility Expert” der Wirtschaftskammer Österreich) und in Fachgesprächen mit Expertengruppen (z.B.: “accessible media“, A-Tag, Expert Round Table mit Microsoft) uvm.