Was ist die Sensing Journey?

20. Juli 2018

Die Sensing Journey, das Trainingstool von myAbility, schärft das Bewusstsein für Behinderung in Ihrem Unternehmen. Die TeilnehmerInnen begegnen bei mehreren Stationen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Interaktive Übungen und ein intensiver Austausch in Kleingruppen führen zu einem Perspektivenwechsel.

Dieses Trainingstool, welche in unseren Halb- und Ganztagestrainings inkludiert ist, verändert das Bild von Behinderung im Arbeitskontext und darüber hinaus. Der Mensch rückt mit all seinen Fähigkeiten in den Vordergrund. Die Sensing Journey hilft, Barrieren im Kopf nachhaltig abzubauen und macht insbesondere Führungskräfte zu MultiplikatorInnen.

Transkript

Musik spielt

Julia Moser, myAbility: Wir alle haben in unterschiedlichen Bereichen des Lebens mit dem Thema Behinderung zu tun. In ganz unterschiedlicher Art und Ausprägung. Und auch wenn wir selbst nicht unmittelbar von Behinderung betroffen sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir sowohl im Berufsleben, als auch im Privatleben mit Behinderung in Berührung kommen. Häufig ist das nicht offensichtlich. Und genau dafür wollen wir gern das Bewusstsein stärken. Es freut uns, dass immer mehr Unternehmen die Wichtigkeit und auch das Potenzial des Themas Behinderung erkennen und das Thema in ihre Firmenpolitik übernehmen.

Herr Zadrazil, Unicredit Bank Austria: Menschen mit Behinderung, als vollwertiger Teil der Gesellschaft, sind ja auch in dem Produktionsprozess voll integriert. Und ich glaube für führende Unternehmen, wie wir als UniCredit Bank Austria, wollen auf dieses Potenzial, auf die Talente, für zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch als Zielgruppe als Kunden entsprechend nicht darauf verzichten.

Herr Haraszti, REWE International: Integration von Menschen mit Behinderung zahlt sich aus. Wir sind davon überzeugt und wir wissen aus Erfahrung, dass dadurch der Teamspirit wahnsinnig gestärkt wird. Wir beschäftigen bei der REWE in Österreich 600 Menschen mit Behinderungen. Und wir hoffen, dass es jeden Tag mehr werden.

Frau Glatz-Kremsner, Österreichische Lotterien und Casinos Austria: Ganz wesentlich, denke ich mir, ist es auch für die Wirtschaft. Für uns war immer ganz, ganz wichtig nicht nur die Barrieren, die tatsächlich vorhanden sind, abzubauen. Vor allem aber die Barrieren, die im Kopf vorhanden sind, abzubauen. Und das geht, glaube ich, vor allem dann sehr gut, wenn man viel informiert und wenn man die Sensibilität für dieses Thema auch entsprechend im Unternehmen immer wieder auf das Tapet bringt.

Julia Moser, myAbility: Diese Sensibilisierung, dieses Bewusstsein für das Thema Behinderung, erzeugen wir mit unseren Sensing Journeys, die das Herzstück unserer Awareness Schulungen bilden. Es geht darum, dass wir Berührungspunkte schaffen mit ExpertInnen in eigener Sache: Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen.

Herr Demirel, Experte in eigener Sache: Da kann man eigentlich wunderschön sehen, wie schaut ein Buchstabe aus in der Braille-Schrift. Und wie schaut der eigentlich aus in der normalen Schrift.

Julia Moser, myAbility: Durch diese Berührungspunkte verliert das Thema seinen Schrecken.

Frau Joch, Expertin in eigener Sache: Da ist es eigentlich schon so, dass ich mich davor einfach ausruhen muss. Damit ich das bestmögliche Energieniveau habe, das ich haben kann.

Musik spielt

Herr Demirel, Experte in eigener Sache: Er zeigt die Treppe an, indem Fall geht die rauf. Der Hund zeigt das insofern an in dem er mit den Vorderpfoten auf die erste Stufe geht und dann eigentlich stehen bleibt.

Musik spielt

Herr Haraszti, REWE International: Ich habe einen ganz tollen jungen Mann kennengelernt, mit Sehbehinderung. Ich finde es ganz toll, wie dieser junge Mann mit seinem Laptop umgeht. Dass er eigentlich alles machen kann, dass er keine Einbußen an Lebensqualität hat. Für mich war das wirklich beeindruckend, hoch motivierend und ich freue mich sehr. Und das ist für uns als Unternehmen nur noch ein Input, dass Barrierefreiheit in den Filialen, aber auch was unsere Onlineseite betrifft, noch besser zu werden.

Musik spielt

Herr Zadrazil, UniCredit Bank Austria: Wie immer beginnen viele Dinge auch beim Top-Management und darum haben wir uns auch entschlossen, mit allen Führungskräften so eine Sensing Journey entsprechend auch durchzuführen.

Herr Haraszti, REWE International: Wir suchen immer nach den besten Köpfen und darum ist es logisch, dass wir auch explizit Menschen mit Behinderungen ansprechen wollen.

Musik spielt

Frau Glatz-Kremsner, Österreichische Lotterien und Casinos Austria: Ich habe Frau Joch kennenlernen dürfen, aber auch das Thema chronische Erkrankung. Und für mich habe ich sehr, sehr stark auch mitgenommen, wie man mit der Energie umgeht, wenn man sozusagen auf den ganzen Tag zurückblickt. Eine unglaublich wertvolle Erfahrung, die ich auch gerne weitergeben werde.

Musik spielt