Digitale Barrierefreiheit

Was bedeutet Digitale Barrierefreiheit?

Viele Menschen verstehen unter Barrierefreiheit Rampen statt Treppen, breite Türen und absenkbare Busse. Doch der Begriff ist viel umfassender: Auch Informationen und Dienstleistungen im Allgemeinen müssen so gestaltet sein, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.

Digitale Barrierefreiheit zielt darauf ab, Informationen und Interaktionen allen Nutzer:innengruppen und Endgeräten zugänglich zu machen. Onlineangebote sollen somit für alle Menschen wahrnehmbar und nutzbar sein, unabhängig von der Auffassungsgabe oder Methodik der Nutzer:innen und unabhängig von Endgeräten, Betriebssystemen oder der genutzten Software.

Accessibility + Usability = Qualität für alle

Digitale Barrieren verursachen hohen Umsatzentgang

Wenn Informationen und Serviceangebote nicht barrierefrei sind, entgeht den Unternehmen wertvoller Umsatz. Britischen Unternehmen entgehen beispielsweise allein im Onlinehandel jährlich 10,4 Milliarden Pfund, da mehr als 70 Prozent der betroffenen User:innen den Webshop verlassen und den Anbieter wechseln, wenn keine ausreichende Barrierefreiheit vorliegt

Click Away Pound-Studie aus England

Ähnliches gilt im DACH-Raum und für die Bereiche Kund:innenbindung, Marketing und Recruiting. Unternehmen gehen eine große Anzahl an potenziellen Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Unterstützer:innen verloren, weil sie dem Thema Barrierefreiheit zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Digitale Barrierefreiheit bietet zahlreiche Vorteile:

  • Erreichen einer viel größeren Zielgruppe
  • Steigerung der User-Experience
  • Zugänglichkeit auch für mobile Endgeräte wie Handy oder PDA
  • Bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen (SEO)
  • Compliance & Gesetzeskonformität
  • Loyalität und Kund:innentreue der betroffenen Personen und deren Angehörigen

Mit dem European Accessibility Act wird digitale Barrierefreiheit für Unternehmenswebsites verpflichtend.

Darüber hinaus werden auch die rechtlichen Anforderungen immer konkreter. Bereits im Jänner 2016 endete die 10-jährige Übergangsfrist des Bundes-Behinderten Gleichstellungsgesetzes (BGStG)welches besagt, dass alle öffentlich angebotenen Informationen, Waren und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich sein müssen. Im Oktober 2016 wurde außerdem eine EU-Richtlinie verabschiedet, welche 2019 mit dem Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) in nationales Recht überführt wurde. Demnach sind auch öffentliche Einrichtungen verpflichtet, die Bestimmungen der WCAG 2.0/2.1 auf Level AA einzuhalten. Unternehmen, die diese Vorschriften nicht einhalten, sind im schlimmsten Fall Klagen ausgesetzt, welche viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen können. Dies ist vermeidbar, wenn digitale Barrierefreiheit von Beginn an mitgedacht wird.

Unsere Expert:innen für Digitale Barrierefreiheit

Wir verfügen über viele Expert:innen mit Behinderungen in unserem Team und Netzwerk, die Sie fachgerecht unterstützen und Ihre Angebote testen können. Unsere Expertise auf diesem Gebiet erweitern wir laufend mit Ausbildungen (z. B. Certified WebAccessibility Expert der Wirtschaftskammer Österreich) und in Fachgesprächen mit Expert:innengruppen (z. B. “accessible media“, A-TagExpert RoundTable mit Microsoft) u.v.m.

Produkte & Angebote:

  • Einstiegs-Workshop
    Im Halb- oder Ganztagestraining „DisAbility Awareness“ mit dem Schwerpunkt barrierefreie Kommunikation und Marketing bauen Mitarbeiter:innen Wissen und Bewusstsein zum Thema Behinderungen und Barrierefreiheit auf. Sie erhalten Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Statistiken sowie hilfreiche Tipps zur erfolgreichen Kommunikation mit der Zielgruppe.
     
  • Expert:innen-Workshops
    Je nach individuellen Anforderungen bieten wir praxisorientierte Schwerpunktschulungen in den Bereichen barrierefreie Dokumente, Content Management, barrierefreie Online Events & Präsentationen, Web Accessibility und inklusive Sprache an. Zentral sind der Praxisbezug und die Möglichkeit, einzelne Tools zur Optimierung kennenzulernen und direkt auszuprobieren.
     
  • Umsetzung
    Wir unterstützen Unternehmen in der Umsetzung von Projekten, wie z. B. bei der Entwicklung barrierefreier Websites und digitaler Produkte oder unterstützen bei der Optimierung bereits vorhandener Angebote mittels UsAbility Tests. Dazu gehören Nachhaltigkeits- oder Geschäftsberichte, Digitale Formulare und Verträge, PDFs, Office Dokumente, Vorlagen, Texte und Kampagnen etc.
     
  • Webcheck und WACA

In inklusiven Teams aus Expert:innen und User:innen mit Behinderungen ermitteln wir den aktuellen Status von Webseiten, entwickeln Handlungsempfehlungen und unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung. Außerdem begleiten wir Unternehmen gerne im Einreichprozess für das WACA-Zertifikat, dem offiziellen Zertifikat für barrierefreie Webseiten in Österreich.

Je nach den Anforderungen Ihres Unternehmens lassen sich die einzelnen Angebote flexibel kombinieren.

 

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